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Fahrwerk-Schwingungstilger zur Reduzierung von Straßenbahn-Vibrationen

Stadler und HEAG mobilo testen Schwingungstilger an Fahrwerken, um Vibrationen im Rad-Schiene-Kontakt im Darmstädter Straßenbahnnetz technisch zu dämpfen.

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Fahrwerk-Schwingungstilger zur Reduzierung von Straßenbahn-Vibrationen

Die Integration zusätzlicher Dämpfungselemente an Straßenbahnfahrwerken zielt darauf ab, die Übertragung von Erschütterungen auf die Gleisinfrastruktur und das Umfeld zu minimieren. Zur Bewältigung dieser infrastrukturellen Herausforderung im öffentlichen Nahverkehr wird eine neue fahrzeugtechnische Lösung im realen Netzbetrieb erprobt.

Industrielle Herausforderung und betrieblicher Kontext
Auf bestimmten Streckenabschnitten im Straßenbahnnetz, insbesondere in den Gebieten Eberstadt, Seeheim und Arheilgen, wurden in früheren Untersuchungen erhöhte Erschütterungswerte dokumentiert. Die technische Herausforderung besteht darin, die im Rad-Schiene-Kontakt entstehenden Schwingungen direkt an der Quelle abzufangen, bevor sie sich auf das Gesamtsystem aus Fahrzeug, Gleis und Untergrund übertragen. Eine effektive Dämpfung ist erforderlich, um die mechanische Belastung der Infrastruktur zu senken und einen stabilen Netzbetrieb zu gewährleisten.

Technische Lösung und Verantwortlichkeiten
Stadler Deutschland und die HEAG mobilo rüsten zur Adressierung dieser Parameter ein Fahrzeug der Darmstädter Flotte erstmals mit zusätzlichen Schwingungstilgern aus. Diese Komponenten werden als zusätzliche Bauteile direkt an den Fahrwerken der Straßenbahn montiert, um spezifische Resonanzfrequenzen physikalisch zu dämpfen. Parallel zur Implementierung der Schwingungstilger setzen die Partner weitere fahrzeugtechnische Optimierungen um: Eine aktualisierte Fahrzeugsoftware passt das Antriebs- und Bremsverhalten an herbstliche Witterungslagen an, während die Zugänglichkeit durch den Einbau flexibler Faltrampen an den Türen modifiziert wird.

Einsatz und Implementierung
Die technische Umsetzung erfolgt ab Anfang November in Form von Testfahrten im Liniennetz, um letzte Parameter am Tilger vor den eigentlichen Messfahrten zu kalibrieren. Mitte November werden an den ausgewählten kritischen Standorten systematische Schwingungsmessungen durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgt durch den messtechnischen Vergleich eines mit Schwingungstilgern ausgerüsteten Fahrzeugs mit unmodifizierten Fahrzeugen der Flotte. Bezüglich der Zielsetzung der fahrzeugtechnischen Anpassungen erklärt Ansgar Brockmeyer, stellvertretender Group CEO bei Stadler: „Nun wollen wir gemeinsam mit HEAG mobilo prüfen, welchen Beitrag diese technische Lösung auch in Darmstadt zur Reduzierung von Vibrationen leisten kann.“

Ergebnisse und erwartete Auswirkungen
Die laufende Messkampagne liefert die Datengrundlage, um die Funktion des Tilgers im realen Betrieb abzustimmen und seine Wirksamkeit zu optimieren. Nach Abschluss der Fahrten werden Stadler und HEAG mobilo die telemetrischen und mechanischen Ergebnisse gemeinsam auswerten. Über die messtechnischen Zielwerte der Implementierung sagt Johannes Gregor, Geschäftsführer der HEAG mobilo: „Wir erwarten, dass die technischen Weiterentwicklungen am Fahrzeug zu einer nachweisbaren Reduzierung der Erschütterungen führen. Daran messen wir den Erfolg der anstehenden Tests.“

Herausgegeben von Maria Brueva, Redakteurin von Induportals – angepasst durch KI.

www.stadlerrail.com

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