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Schmalspur-Teststrecke für Wasserstoffzüge im Regionalverkehr
Stadler nimmt ein neues Schmalspurgleis in Betrieb, um Wasserstoffzüge für den italienischen Regionalverkehr effizient zu testen und die Inbetriebsetzung zu beschleunigen.
stadlerrail.com

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler hat in der Schweiz eine 950-Millimeter-Schmalspurstrecke für die Erprobung von Wasserstoffzügen gebaut. Die Testinfrastruktur dient der Vorbereitung und Zulassung emissionsfreier Fahrzeuge für den süditalienischen Regionalverkehr.
Infrastruktur und technische Herausforderung
Im süditalienischen Regionalverkehr, darunter auf Sardinien und in Apulien, ist die sogenannte italienische Meterspur mit einer Spurweite von 950 Millimetern verbreitet. Um die Entwicklungszyklen für entsprechende Fahrzeuge zu optimieren, hat Stadler in Kooperation mit der Bahninfra AG und Müller Gleisbau eine spezifische Teststrecke errichtet. Diese Infrastruktur löst das ingenieurtechnische Problem, dass Fahrzeuge für dieses Netz bisher erst am späteren Einsatzort in Italien getestet werden konnten.
Technische Lösung und Anlagenarchitektur
Die technische Lösung besteht aus einem knapp vier Kilometer langen Schmalspurgleis, das als dritte Schiene innerhalb des bestehenden Normalspurgleises zwischen den Bahnhöfen Hemishofen und Ramsen verläuft. Auf dieser Infrastruktur werden die für die italienischen Regionen gefertigten Triebzüge unter realen Bedingungen geprüft. Ein wesentlicher Fokus liegt auf der Erprobung des Wasserstoffantriebs, bei der das Verhalten der Tanksysteme bei unterschiedlichen Füllständen sowie die Beschleunigungs- und Bremsdynamik der Fahrzeuge validiert werden.
Implementierung und Testbetrieb
Der operative Testbetrieb startet ab Mitte Oktober 2026 mit dem weltweit ersten Schmalspur-Wasserstoffzug, der für die Azienda Regionale Sarda Trasporti (ARST) in Sardinien produziert wurde. Die räumliche Nähe der Testinfrastruktur zum Stadler-Werk in Bussnang ermöglicht eine unmittelbare Systemintegration und Optimierung der technischen Parameter während der Erprobungsphase. In den kommenden drei Jahren ist die schrittweise Inbetriebnahme und Prüfung von insgesamt 21 Fahrzeugen für Sardinien, Kalabrien und Sizilien auf diesem Streckenabschnitt geplant.
Zulassung und operative Prozesseffizienz
Durch die Vorabprüfung in der Schweiz verkürzt sich die anschließende Inbetriebsetzung auf dem Streckennetz in Italien signifikant. Ansgar Brockmeyer, Stellvertretender Group CEO bei Stadler, erklärt, dass die Züge dank des Testgleises "schnell und effizient optimiert" werden können, was den Zulassungsprozess vor Ort deutlich beschleunigt. Der Generaldirektor der ARST, Carlo Poledrini, bestätigt, dass die Fahrzeuge "bereits auf Herz und Nieren getestet nach Sardinien" kommen, sodass die abschließenden Erprobungen im dortigen Netz ohne Verzögerungen beginnen können.
Editiert von Maria Brueva, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.
www.stadlerrail.com
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