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Batterieelektrische Triebzüge für die regionale Bahnelektrifizierung
Siemens Mobility liefert 113 Züge des Typs Mireo Plus B samt Instandhaltungssystem Railigent X an LNVG und RGB für oberleitungsfreie Bahnstrecken.
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Siemens Mobility, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) implementieren 113 dreiteilige batterieelektrische Triebzüge des Typs Mireo Plus B sowie zwei Instandhaltungswerke in Niedersachsen. Die Kooperation adressiert den Schienenpersonennahverkehr auf teilweise elektrifizierten Streckennetzen durch die Kombination von Zweikraft-Antriebstechnik mit einem 30-jährigen digitalen Instandhaltungsprogramm.
Anwendungen im Regionalverkehr und betriebliche Herausforderungen
Das primäre Anwendungsgebiet ist der Schienenpersonennahverkehr in Niedersachsen und im Großraum Braunschweig, wo die Streckennetze keine durchgehenden Oberleitungen aufweisen. Der Betrieb von lokal emissionsfreien Schienenfahrzeugen auf diesen Routen erfordert die Überbrückung nicht elektrifizierter Streckenabschnitte ohne den Neubau durchgehender Oberleitungsinfrastruktur. Im Rahmen des Auftrags mit einem Volumen von über zwei Milliarden Euro erhält die LNVG 83 Fahrzeuge und der RGB 30 Fahrzeuge, ergänzt um Optionen für 132 weitere Einheiten. Der konkrete technische Anwendungsfall umfasst das dynamische Laden der Batterien unter bestehenden Oberleitungen sowie den autonomen Batteriebetrieb auf oberleitungsfreien Abschnitten. Zudem weisen ländliche und regionale Bahnsteige unterschiedliche Höhen auf, was die Fahrzeuge durch Türen mit verschiedenen Einstiegshöhen ausgleichen, um einen stufenfreien Einstieg zu ermöglichen und die Haltezeiten an den Stationen zu verkürzen.
Technische Lösung und Verantwortlichkeiten der Partner
Die technische Lösung integriert die dreiteilige Fahrzeugplattform Mireo Plus B im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro mit der digitalen Instandhaltungsarchitektur Railigent X. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und beziehen auf elektrifizierten Abschnitten über Stromabnehmer elektrische Energie, um gleichzeitig die Fahrmotoren anzutreiben und die Traktionsbatterien aufzuladen. Jede dreiteilige Konfiguration bietet über 170 Sitzplätze, darunter sechs Sitzplätze der ersten Klasse, zwei Rollstuhlplätze, Mehrzweckbereiche sowie sechs bis 18 Fahrradstellplätze, ergänzt durch drahtloses Netzwerk und Fahrgastinformationssysteme an Bord. Während LNVG und RGB die regionale Verkehrsplanung und Flottenzuweisung steuern, verantwortet Siemens Mobility die Fahrzeugherstellung, die Ersatzteilversorgung, das Anlagenmanagement und die vollständige Instandhaltung über den Lebenszyklus von 30 Jahren.
Implementierung und Instandhaltungsinfrastruktur
Der Einsatz im Fahrgastbetrieb beginnt Ende 2031. Zur Integration der Flotte in die bestehende regionale Schieneninfrastruktur umfasst das Projekt den Bau von zwei Bahndienstleistungszentren in Niedersachsen, wodurch bis zu 100 technische Arbeitsplätze entstehen. Das Werkstattkonzept trennt die tägliche Betriebsinstandhaltung in lokalen Anlagen von schweren Instandhaltungsarbeiten und Hauptuntersuchungen, die in einem Kompetenzzentrum zentralisiert werden. Siemens Mobility führt zudem technische Schulungsprogramme für das Betriebs- und Instandhaltungspersonal durch, um lokales Systemfachwissen aufzubauen.
Erwartete betriebliche Auswirkungen
Die Kombination aus batterieelektrischem Zweikraftantrieb sowie zentralisierter und zustandsorientierter Instandhaltung unterstützt direkt eine Flottenverfügbarkeit von nahezu 100 Prozent. Der Einsatz von Railigent X zur kontinuierlichen Zustandsüberwachung ermöglicht es den Instandhaltungsteams, Eingriffe auf Basis des tatsächlichen Komponentenverschleißes statt nach festen Intervallen zu planen, was ungeplante Ausfallzeiten reduziert. Michael Peter, Leiter von Siemens Mobility, erläutert: „In Kombination mit unserem digitalen Service- und Wartungskonzept Railigent X legen wir den Grundstein für einen effizienten und zuverlässigen Flottenbetrieb über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge von 30 Jahren. Gleichzeitig investieren wir in Service- und Wartungskapazitäten sowie in qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort.“
Redaktion: Sucithra Mani, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.
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