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08
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Elektrische FLIRT-Züge für die regionale Streckenelektrifizierung
Stadler und die Autonome Region Aostatal setzen sechs elektrische FLIRT-Triebzüge ein, um die Dieseltraktion auf dem Korridor Turin–Aosta abzulösen.
stadlerrail.com

Die Autonome Region Aostatal und der Schienenfahrzeughersteller Stadler haben die Auslieferung von sechs vierteiligen elektrischen Triebzügen (EMUs) abgeschlossen, um die Kapazitäten im regionalen Personenverkehr in Norditalien zu erweitern. Der Einsatz integriert emissionsfreie Schienenfahrzeuge in die neu elektrifizierte digitale Infrastruktur der Region und stellt den Personenverkehr direkt von Verbrennungsmotoren auf elektrische Traktion um.
Betriebliche Anforderungen und Aufgabenverteilung
Der Bahnbetrieb auf alpinen Strecken erfordert den Ausgleich zwischen hohem Fahrgastaufkommen, anspruchsvollen Steigungen und strengen Achslastgrenzwerten. Die Regionalverwaltung leitete diesen Übergang durch die Finanzierung der Flottenbeschaffung ein und stimmte die Fahrzeugspezifikationen auf die Bauphasen der Streckenelektrifizierung ab. Stadler übernahm das Engineering sowie die Fertigung der Fahrzeuge im polnischen Werk Siedlce. Die Fahrzeuge wurden so konzipiert, dass sie sich in bestehende Zugsicherungssysteme integrieren und parallel zur bereits im Einsatz befindlichen bimodalen Flotte der Region verkehren können.
Technische Spezifikationen und Fahrzeugbau
Die vierteiligen Einheiten basieren auf der modularen FLIRT-Plattform und verfügen über Wagenkästen aus Aluminium-Leichtbau, um das Gesamtgewicht zu minimieren und den Schienenverschleiß auf kurvenreichen Gebirgsstrecken zu reduzieren.
Agata Prekurat, Projektleiterin bei Stadler Polska, erklärte: „Die Züge für das Aostatal zeichnen sich zudem durch ihre leichten Aluminium-Wagenkästen sowie reduzierte Achslasten aus, um eine vollständige Kompatibilität sowie einen effizienten und sicheren Betrieb im gesamten Schienennetz, auch auf Gebirgsstrecken, zu gewährleisten.“
Jede Einheit ist mit dem European Train Control System (ETCS) für standardisierte Führerstandssignalisierung und automatische Zugbeeinflussung ausgestattet und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Einstiegsarchitektur nutzt vier breite Niederflurtüren pro Seite, um den Fahrgastwechsel an Stationen zu beschleunigen und einen barrierefreien Einstieg zu gewährleisten. Der Innenraum bietet 236 Sitzplätze sowie ausgewiesene Stellflächen für Fahrräder und Sportausrüstung.
Netzwerkintegration und Instandhaltung
Die Züge werden schrittweise in den regulären Betrieb überführt, abgestimmt auf die Fortschritte bei den Elektrifizierungsarbeiten entlang der Strecke Ivrea–Aosta. Zur Gewährleistung von Verfügbarkeit und Betriebssicherheit vereinbarte Stadler einen fünfjährigen Instandhaltungsvertrag, der in Kooperation mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen Trenitalia umgesetzt wird. Dieser Rahmen umfasst präventive Wartungen, Ersatzteilbeschaffung und spezialisierte Serviceteams vor Ort.
Energiewende und betriebliche Kennzahlen
Die Umstellung vom Dieselbetrieb auf eine durchgehende Oberleitungselektrifizierung mit elektrischen Triebzügen beseitigt die direkten Abgasemissionen entlang des Korridors. Das Betriebskonzept spart jährlich mehr als 500.000 Liter Dieselkraftstoff ein. Der standardisierte Plattformansatz von FLIRT erleichtert zudem das Flottenmanagement, da technische Komponenten, Wartungsprozesse und Ersatzteilbestände mit den bestehenden bimodalen Fahrzeugen der Region harmonisiert werden.
Herausgegeben von Evgeny Churilov, Induportals Media – Bearbeitet durch KI.
www.stadlerrail.com
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