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Integrierte Niederflur-Antriebsarchitekturen für städtische Schienennetze
Stadler präsentiert eine neue Generation von Straßenbahnen mit Unterflur-Komponentenintegration, um die Kapazität und Barrierefreiheit im städtischen Nahverkehr zu maximieren.
stadlerrail.com

Stadler setzt das Straßenbahnsystem TINA (Total Integrated Low-Floor Drive) für die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) ein und führt damit eine Fahrzeugarchitektur ein, die alle mechanischen Antriebe unter dem Kabinenboden konsolidiert. Dieser strukturelle Ansatz wird den physikalischen Anforderungen moderner städtischer Mobilitätsnetze gerecht, indem er Stufen im Innenraum eliminiert und die Raumeffizienz für den öffentlichen Nahverkehr optimiert.
Unterflur-Komponentenintegration und Metriken zur Barrierefreiheit
Die technische Architektur der TINA-Plattform wurde kürzlich auf der Fachmesse InnoTrans 2026 in Berlin (22. bis 25. September) ausgestellt. Das prägende technische Merkmal des Fahrzeugs ist die Platzierung aller Antriebs-, Brems- und Fahrwerkskomponenten vollständig unterhalb des Bodenniveaus. Diese Konstruktionsentscheidung macht Podeste, Technikräume oder störende Radkästen im Fahrgastraum überflüssig und führt zu einem durchgehenden, stufenlosen Mittelgang.
Die dreiteilige Straßenbahn hat eine Länge von rund 32 Metern, bietet Platz für bis zu 216 Fahrgäste und verfügt über 75 physische Sitzplätze. Der komplett ebene Boden ermöglicht ungehindertes Einsteigen und Bewegen im Innenraum für Fahrgäste mit unterschiedlichen Mobilitätseinschränkungen. Darüber hinaus weist die Innenraumaufteilung vier separate Multifunktionsbereiche auf, um ausreichend Platz für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen zu bieten.
Fahrwerksmechanik und Betriebssicherheitssysteme
Die mechanische Grundlage der Straßenbahn bilden vier neu entwickelte Drehgestelle, die speziell dafür konstruiert wurden, Antriebs-, Brems-, Führungs- und Federungsmechanismen auf einer kompakten Grundfläche zu integrieren. Diese spezifische Drehgestellkonfiguration ist darauf ausgelegt, die Lastverteilung zu optimieren und den abrasiven mechanischen Verschleiß sowohl an den Rädern als auch an der kommunalen Schieneninfrastruktur zu reduzieren. Dr. Ansgar Brockmeyer, Executive Vice President Sales & Marketing bei Stadler, merkte an, dass das resultierende Innenraumvolumen eine direkte Folge dieser konsolidierten Fahrzeugarchitektur und nicht oberflächlicher Designänderungen ist.
Um die Betriebssicherheit im dichten städtischen Verkehr zu gewährleisten, verfügt die Straßenbahn über fortschrittliche Fahrerassistenzsoftware, einschließlich eines automatisierten Kollisionsschutzsystems. Das Fahrzeug erfüllt zudem aktuelle Konnektivitäts- und Umweltstandards durch integrierte Klimaanlagen, bordeigene WLAN-Netzwerke und USB-Ladeschnittstellen. Zwölf der 30 bestellten Fahrzeuge sind bereits im aktiven Einsatz in Rostock, die restlichen Einheiten sollen sukzessive ausgeliefert werden.
Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt beschreibt technische Spezifikationen und Wettbewerbs-Benchmarking, die nicht in der ursprünglichen Pressemitteilung enthalten sind.
Auf dem Markt für Stadtbahnfahrzeuge werden 100%ige Niederflurstraßenbahnen anhand der Flexibilität der Drehgestelle, der Gangbreite über den Radsätzen und der Gesamtfahrgastkapazität pro Meter Fahrzeuglänge bewertet. Die Stadler TINA-Plattform konkurriert direkt mit etablierten Niederflursystemen wie dem Alstom Citadis und dem Siemens Avenio. Traditionelle 100%-Niederflurdesigns verwenden häufig starre Fahrwerke oder spezielle Gelenkbauweisen, die den Spurkranzverschleiß in engen Kurven erhöhen können und beengte Sitzanordnungen direkt über dem Radgehäuse erfordern. Durch die Konstruktion eines schwenkbaren Drehgestells, das die Antriebsmechanismen einkapselt, ohne vertikal in den Kabinenraum einzudringen, bietet das TINA-System einen breiteren durchgehenden Gang und eine verbesserte Kurvengängigkeit im Vergleich zu Alternativen mit starren Fahrwerken. Dieser mechanische Aufbau minimiert den Verschleiß der Gleisinfrastruktur und maximiert gleichzeitig das interne Stehplatzvolumen für hochverdichtete öffentliche Nahverkehrsökosysteme.
Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
www.stadlerrail.com
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