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Wasserstoff-Brennstoffzellenzüge für italienische Schmalspurnetze

Stadler kooperiert mit italienischen Regionalverkehrsbetrieben zur Einführung von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Schienenfahrzeugen, die speziell für nicht elektrifizierte Schmalspurnetze entwickelt wurden.

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Wasserstoff-Brennstoffzellenzüge für italienische Schmalspurnetze

Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler hat in Partnerschaft mit den italienischen Verkehrsunternehmen Azienda Regionale Sarda Trasporti, Ferrovie della Calabria und Ferrovia Circumetnea wasserstoffbetriebene Triebzüge vorgestellt, die für schmalspurige Regionalnetze konstruiert wurden. Auf nicht elektrifizierten Personenverkehrskorridoren in Sardinien, Kalabrien und Sizilien ermöglichen diese Fahrzeuge einen emissionsfreien Regionalverkehr unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.

Technische Architektur und Brennstoffzellenintegration
Das Rollmaterial ist auf die Betriebsparameter von Regionalstrecken abgestimmt, die durch enge Kurvenradien, begrenzte Lichtraumprofile und anspruchsvolle Streckenprofile gekennzeichnet sind, darunter die steilen Steigungen im Ätna-Naturpark sowie Bergtunnel in Kalabrien. Um diesen strukturellen Einschränkungen gerecht zu werden, basiert die Zugkonfiguration auf einer gemeinsamen modularen Plattform mit Leichtbau-Wagenkästen, um die Achslasten innerhalb der zulässigen Schmalspur-Grenzwerte zu halten.

Die Traktionsleistung liefert ein hybrides Brennstoffzellensystem in einem Zwischenwagen (Power Pack). Dieses Modul beherbergt die Wasserstofftanks sowie die Brennstoffzellenstapel, die im Verbund mit bordseitigen Traktionsbatteriesystemen arbeiten. Die Batterien fungieren als Energiespeicher zur Abdeckung von Beschleunigungsspitzen und nehmen Bremsrekuperationsenergie auf, während die Brennstoffzelle die kontinuierliche Grundlastversorgung und das Nachladen der Batterien im laufenden Betrieb sicherstellt. Der Einsatz von zehn dieser Wasserstoffzüge reduziert die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu entsprechenden Dieseltriebwagen um mehr als 2.100 Tonnen pro Jahr.

Infrastruktur und Kraftstoffversorgungssysteme
Die betriebliche Umsetzung umfasst neben der Fahrzeugproduktion auch den Aufbau einer dedizierten Primärenergieerzeugung. Azienda Regionale Sarda Trasporti, Ferrovie della Calabria und Ferrovia Circumetnea errichten Solaranlagen, um den für die standortbezogene Elektrolyse erforderlichen elektrischen Strom bereitzustellen. Der Einsatz dezidierter Photovoltaikanlagen stellt sicher, dass der Wasserstoffkreislauf von der Produktion bis zum Verbrauch auf der Schiene frei von direkten CO₂-Emissionen bleibt.

Beschaffungsrahmen und Fahrgastarchitektur
Die Fertigung erfolgt im Stadler-Werk in Bussnang in der Schweiz und umfasst eine Anfangsserie von 21 Fahrzeugen. Azienda Regionale Sarda Trasporti hält einen Rahmenvertrag über zehn Einheiten, während Ferrovie della Calabria neun Fahrzeuge und Ferrovia Circumetnea zwei Einheiten für den Betrieb rund um den Ätna bestellt haben.

Die Fahrgastbereiche bieten stufenlose Niederflureinstiege, um mobilitätseingeschränkten Fahrgästen ein niveaugleiches Einsteigen zu ermöglichen, großzügige Panoramafenster sowie ein reduziertes Geräuschniveau im Innenraum infolge des Verzichts auf dieselmotorische Verbrennungsantriebe im Wagenkasten.

Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt beschreibt technische Spezifikationen und Wettbewerbsbenchmarks, die nicht in der ursprünglichen Produktankündigung enthalten waren.

Wasserstoff-Schmalspurtriebzüge operieren unter Spurweitenparametern – überwiegend 950 mm in den nicht elektrifizierten italienischen Nahverkehrsnetzen –, die eine direkte Übernahme von Normalspur-Brennstoffzellenplattformen (1.435 mm) wie dem Alstom Coradia iLint oder dem Siemens Mireo Plus H ausschließen. Normalspurplattformen verteilen Wasserstoffdrucktanks, Brennstoffzellen und Nebenaggregatkühlungen auf ausgedehnte Dachbereiche oder in Regelprofil-Wagenkästen. Engere Fahrzeugbegrenzungslinien begrenzen das nutzbare Dachvolumen sowie die maximalen Achslasten (typischerweise auf 12 bis 14 Tonnen pro Achse auf regionalen Schmalspurstrecken gegenüber 20 bis 22,5 Tonnen auf europäischen Normalspurstrecken).

Um diese baulichen Restriktionen zu überwinden, nutzt Stadler einen eigenständigen Power-Pack-Mittelwagen zwischen den Endwagen. Dieses Konzept isoliert die Kraftstoffspeicherung und die elektrochemische Stromerzeugung in einem separaten Wagenkastenmodul, erhält die durchgehende Niederflurhöhe im Fahrgastraum, sorgt für eine ausgewogene Achslastverteilung des Gesamtzugs und ermöglicht die Verwendung gleicher Komponenten über verschiedene Spurweitenkonfigurationen hinweg.

Bearbeitet von Evgeny Churilov, Induportals Media – Angepasst durch KI.

www.stadlerrail.com

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