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Digitale Stellwerkstechnik für das österreichische Schienennetz
ÖBB und Hitachi Rail implementieren landesweit digitale Stellwerke zur Standardisierung und Modernisierung der österreichischen Eisenbahninfrastruktur.
www.hitachirail.com

Hitachi Rail und ÖBB kooperieren im Rahmen eines 30-jährigen Rahmenvertrags im Wert von 1,3 Milliarden Euro, um die Signaltechnik in Österreich zu digitalisieren. Das Projekt zielt auf die netzweite Einführung digitaler Stellwerke ab, um die betriebliche Verfügbarkeit und Kapazität des Schienennetzes zu erhöhen.
Bewältigung der industriellen Herausforderung
Der wachsende Bedarf an effizienten Schienenverkehrsleistungen erfordert eine Modernisierung veralteter Signal- und Steuerungssysteme. Herkömmliche elektronische Stellwerke sind oft komplex in der Wartung und stoßen bei steigender Auslastung von Haupt- und Nebenstrecken an ihre Kapazitätsgrenzen. Um die betriebliche Resilienz zu gewährleisten und langfristige Kosten zu senken, benötigen Bahnbetreiber eine standardisierte, softwarebasierte Infrastruktur, die zentralisiert gesteuert und über das gesamte Streckennetz effizient skaliert werden kann.
Technische Architektur und Verantwortlichkeiten
Das Programm umfasst die Implementierung von rund 300 digitalen Stellwerkseinheiten, die auf einer zentralisierten Architektur mit gemeinsam genutzten Rechen- und Plattformressourcen basieren. Die Technologie nutzt standardisierte Komponenten und kontrollierte Software-Releases, um die dezentrale Feldausrüstung entlang der Strecken zu reduzieren. Hitachi Rail ist als Technologiepartner für die Entwicklung sicherheitskritischer Softwarefunktionen, die netzweite Bereitstellung und den langfristigen Lifecycle-Support der Anlagen verantwortlich. Hannes Boyer, Vice President North, Central & Eastern Europe bei Hitachi Rail, erklärte, dass die Kombination aus globaler Signaltechnik-Expertise und österreichischer Ingenieurskunst die Basis für ein zuverlässigeres Schienensystem schaffe.
Implementierung und operative Integration
Die Systemarchitektur ist so konzipiert, dass sie sowohl auf stark frequentierten Hauptstrecken als auch auf regionalen Nebenstrecken skaliert werden kann. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung, einschließlich der projektspezifischen Integrations- und Ingenieurdienstleistungen, wird am Standort von Hitachi Rail am Handelskai in Wien erbracht, wo 40 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Die Einführung erfolgt schrittweise, um bestehende elektronische Stellwerke durch die neue digitalisierte Plattform zu ersetzen.
Anwendungen und Anwendungsfälle
Die digitale Stellwerkstechnik wird im gesamten ÖBB-Infrastrukturnetz für das Verkehrsmanagement und die Signalsteuerung eingesetzt. Sie unterstützt alle derzeit erforderlichen betrieblichen Funktionen der Bahninfrastruktur. Die zentralisierte Plattform ermöglicht zudem erweiterte Diagnose- und Wartungsprozesse für das gesamte Schienennetz.
Ergebnisse und operativer Einfluss
Durch den Einsatz gemeinsamer Rechenressourcen und die Reduzierung physischer Feldausrüstung sinken die Komplexität und die Instandhaltungskosten erheblich. Für die Fahrgäste resultieren die höhere technische Verfügbarkeit und die verbesserte Ausfallsicherheit des Systems in einem zuverlässigeren Bahnbetrieb und einer schnelleren Behebung von Störungen. Johann Pluy, Mitglied des Vorstands der ÖBB-Infrastruktur, betonte, dass diese Schlüsseltechnologie die Weichen für die umfassende Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik stelle und den Bahnverkehr leistungsfähiger mache.
Editiert von Maria Brueva, Induportals-Redakteurin – angepasst durch KI.
www.hitachirail.com
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