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Stadler und ÖBB präsentieren neuen Railjet und FLIRT Akku

Der Doppelstock-KISS und der batterieelektrische FLIRT Akku erhöhen die Fernverkehrskapazität und dekarbonisieren regionale Strecken.

  stadlerrail.com
Stadler und ÖBB präsentieren neuen Railjet und FLIRT Akku

Auf der InnoTrans 2026 in Berlin haben Stadler und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gemeinsam zwei neue Fahrzeugplattformen vorgestellt, die auf veränderte Fahrgastanforderungen und Nachhaltigkeitsziele ausgerichtet sind. Um dem wachsenden Passagieraufkommen im Fernverkehr gerecht zu werden, präsentierte die ÖBB ihren ersten doppelstöckigen Railjet-Zug, der auf der Stadler-KISS-Plattform basiert. Mit 486 Sitzplätzen bietet die neue Fernverkehrsflotte eine Kapazitätssteigerung von 20 Prozent im Vergleich zur aktuellen Railjet-Generation und wird ab Sommer 2027 den Fahrgastbetrieb aufnehmen. Die Züge verfügen über spezielle Familien- und Ruhezonen, verbesserte digitale Fahrgastsowie umfassende Barrierefreiheitsverbesserungen.

Emissionsfreier Regionalverkehr mit dem FLIRT Akku
Für den Regionalbetrieb zeigten die Partner den neuen batterieelektrischen Triebzug FLIRT Akku. Der Akkutriebwagen soll gealterte Dieselflotte auf teil- oder nichtelektrifizierten Strecken ersetzen und ab 2028 auf der Kamptalbahn in Niederösterreich den Betrieb aufnehmen. Der FLIRT Akku ermöglicht es der ÖBB, auf Nebenstrecken eine emissionsfreie, klimafreundliche Mobilität einzuführen, bei der eine kontinuierliche Streckenelektrifizierung wirtschaftlich nicht rentabel oder kurzfristig nicht umsetzbar ist. Die ausgestellten Fahrzeuge sind Teil eines umfassenden Rahmenvertrags aus dem Jahr 2023 über bis zu 120 FLIRT-Akku-Einheiten.

Zusätzlicher Kontext: Technologischer Hintergrund und Marktdynamik
Dieser Abschnitt bietet einen technologischen und marktbezogenen Hintergrund, der in der ursprünglichen Pressemitteilung nicht explizit aufgeführt ist.

In ganz Europa stehen nationale Eisenbahnbetreiber vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits muss die Hauptlinienkapazität ausgebaut werden, um die Rekordfahrgastzahlen zu bewältigen, andererseits soll die Dieseltraktion auf ländlichen Nebenstrecken eliminiert werden, um strenge Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Im Fernverkehrnetz ermöglicht der Wechsel zu einer Doppelstock-Architektur wie dem Stadler KISS den Betreibern eine signifikante Erhöhung der Fahrgastdichte, ohne den Zug über standardmäßige Bahnsteiggrenzen hinaus zu verlängern. Für regionale Netze stellen batterieelektrische Triebzüge (BEMU) wie der FLIRT Akku derweil einen kritischen Durchbruch dar. Anstatt die massiven Investitionskosten für die Errichtung von Oberleitungen entlang hunderter Kilometer eingleisiger ländlicher Strecken zu tragen, nutzen die Betreiber die bordeigenen Traktionsbatterien der BEMU. Der Zug lädt seine Akkus während der Fahrt unter bestehenden Oberleitungen auf Hauptstrecken und schaltet auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten nahtlos auf Batteriebetrieb um, wodurch der Betrieb kosteneffizient „ent-dieselt“ wird.

Redaktionell bearbeitet von Lekshman Ramdas, Induportals-Redakteur – angepasst durch KI.

www.stadlerrail.com

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