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Hitachi Rail modernisiert Signaltechnik auf der Strecke Hamburg–Berlin
Hitachi Rail hat die Signal- und Zugbeeinflussungssysteme im Abschnitt Paulinenaue–Schwanheide modernisiert, um die Zuverlässigkeit des Korridors für die DB InfraGO AG zu optimieren.
www.hitachirail.com

Mit der Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Hamburg–Berlin wurde eine der wichtigsten Schienenverbindungen Deutschlands modernisiert, was die Leistung und Zuverlässigkeit auf dem gesamten Korridor erhöht. Als Technologiepartner der DB InfraGO AG erneuerte Hitachi Rail die Signal- und Zugsicherungsinfrastruktur auf dem rund 200 Kilometer langen Abschnitt zwischen Paulinenaue und Schwanheide, um den hochfrequentierten Personen- und Güterverkehr zu unterstützen.
Zugsicherung, Signaltechnik und Korridormodernisierung
Das umfassende Infrastrukturprojekt brachte die Zugsicherungssysteme der Strecke auf den neuesten Stand der Technik. Diese modernisierten Systeme ermöglichen eine präzise Steuerung der Zugbewegungen auf dem stark ausgelasteten Hochleistungsstellungskorridor und schaffen so eine stabile betriebliche Grundlage, die auch langfristig hohe Verkehrsaufkommen bewältigen kann.
Die Modernisierung solch kritischer europäischer Korridore erfordert eine präzise bauliche Planung, Ausführung vor Ort und die Integration in aktive Linienmanagementprozesse. Die erfolgreiche Implementierung dieser Systeme innerhalb einer zentralen Verkehrsachse wurde durch die enge Abstimmung zwischen Hitachi Rail, dem Auftraggeber und den Projektbeteiligten erreicht.
Strategische Integration und ESTW L90 Hardware
Die Modernisierung der Strecke Hamburg–Berlin ist Teil des bundesweiten Programms zur Erneuerung von Hochleistungs-Eisenbahnkorridoren und steht im Einklang mit den Zielen des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V). Das Programm zielt darauf ab, die Streckenkapazität auf Schlüsselrouten zu erweitern und die Schienennetze als Hauptbestandteil nachhaltiger Mobilität zu stärken.
Um die Eisenbahninfrastruktur auf zukünftige betriebliche Anforderungen vorzubereiten, kamen bei dem Projekt technische Lösungen wie das elektronische Stellwerk (ESTW) vom Typ L90 auf einer modernisierten Hardwareplattform zum Einsatz.
Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt beschreibt technische Spezifikationen, die in der ursprünglichen Pressemitteilung nicht enthalten waren.
Moderne Hochgeschwindigkeitskorridore basieren auf elektronischen Stellwerken (ESTW) und fortschrittlichen Zugsicherungssystemen, um die Streckenkapazität bei maximaler Sicherheit zu optimieren. Herkömmliche Stellwerke auf Relaisbasis nutzen komplexe Netzwerke fest verdrahteter Kupferschaltungen, um widersprüchliche Fahrstraßenbelegungen mechanisch und elektrisch zu verhindern. Im Gegensatz dazu nutzen elektronische Stellwerke wie das ESTW L90 eine dezentrale, softwaregesteuerte Architektur. Hochredundante Mikroprozessoren führen fehlersichere boolesche Logikoperationen aus, um Gleiselemente wie Weichen, Signale und Achszähler zu steuern, was den Verkabelungsaufwand an der Strecke reduziert und die Reaktionszeiten verkürzt.
Das ESTW L90-System ist direkt mit den Zugsicherungsebenen gekoppelt, um einen sicheren Abstand zwischen Fahrzeugen bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten. Auf europäischen Hauptkorridoren wird dies zunehmend über das European Train Control System (ETCS) geregelt. Unter ETCS Level 2 werden herkömmliche ortsfeste Signale durch eine Führerstandssignalisierung (Cab Signalling) im Cockpit des Zuges ersetzt.
Das streckenseitige elektronische Stellwerk übermittelt Fahrbarerlaubnisse, zulässige Streckengeschwindigkeiten und Streckentopgrahiedaten über ein eigenes GSM-R-Mobilfunknetz kontinuierlich direkt an den Bordrechner des Zuges. Zwischen den Schienen verlegte Balisen fungieren als passive Transponder, die bei der Überfahrt die präzisen Wegmessungen (Odometer) des Zuges kalibrieren. Der Bordrechner verarbeitet diese Parameter in Echtzeit und berechnet dynamische Bremskurven, um die Bremsen automatisch zu aktivieren, wenn sich ein Zug seiner Sicherheitsgrenze nähert. Dadurch wird die Zugfolgezeit zwischen aufeinanderfolgenden Zügen sicher verkürzt, um den Gesamtdurchsatz des Korridors zu optimieren.
Bearbeitet von Romila DSilva, Redakteurin bei Induportals, mit KI-Unterstützung.
www.hitachirail.com
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