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ÖBB und Stadler setzen Cityjet-Doppelstock-Regionalzüge ein
Das neue Rollmaterialprogramm erweitert die Passagierkapazität und Barrierefreiheit im regionalen Bahnnetz Ostösterreichs.
stadlerrail.com

ÖBB und Stadler haben den ersten Cityjet-Doppelstockzug der neuen Generation für den regionalen Personenverkehr in Österreich vorgestellt. Der Zug absolvierte seine Jungfernfahrt vom Wiener Hauptbahnhof nach Wiener Neustadt im Rahmen eines langfristigen Flottenmodernisierungsprogramms für lokale und regionale Bahnverbindungen.
ÖBB hat im Rahmen eines Investitionsprogramms im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro insgesamt 109 Cityjet-Doppelstockzüge bei Stadler bestellt. Der Einsatz ist Teil einer umfassenderen Bahnausbauinitiative im Umfang von 6,1 Milliarden Euro, die die Einführung von rund 330 neuen Zügen bis 2030 umfasst.
Erweiterung der regionalen Bahnkapazität
Die neuen Cityjet-Züge sollen die Passagierkapazität auf stark frequentierten Pendler- und Regionalbahnstrecken in Ostösterreich erhöhen, wo ÖBB den Großteil ihrer lokalen Bahnverbindungen betreibt.
Der erste Fahrgastbetrieb soll Ende Juni auf der Strecke Wien Floridsdorf–Payerbach/Reichenau beginnen. Die Züge werden hauptsächlich auf dem regionalen Nord-Süd-Korridor verkehren, der Ziele wie Znaim, Retz, Břeclav, Wien, Wiener Neustadt und Payerbach-Reichenau verbindet.
Bis Ende 2026 plant ÖBB, 45 der neuen Züge in der Ostregion in Betrieb zu nehmen.
Design des Rollmaterials und Fahrgastsysteme
Die Cityjet-Plattform kombiniert eine erhöhte Sitzplatzkapazität mit Niederflur-Barrierefreiheit und modernisierten Fahrgastsystemen an Bord.
Die Züge sind in vierteiligen und sechsteiligen Konfigurationen mit Längen von 107 Metern beziehungsweise 160 Metern verfügbar. Die Sitzplatzkapazität beträgt etwa 371 Fahrgäste in der vierteiligen Konfiguration und etwa 591 Fahrgäste in der sechsteiligen Konfiguration.
Die Züge erreichen eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 160 km/h.
Zur Barrierefreiheitsinfrastruktur gehören Niederflur-Einstiegsbereiche, Rollstuhlplätze mit verstellbaren Seitentischen, barrierefreie Toiletten sowie spezielle Mehrzweckbereiche für Fahrräder, Gepäck und Kinderwagen.
Zu den Fahrgastsystemen zählen Echtzeit-Informationsanzeigen an Bord, WLAN-Konnektivität, CCTV, USB-Ladeanschlüsse sowie Klimaanlagen mit umweltverträglichen Kältemitteln.
Fertigung und Bahnmodernisierung
Stadler lieferte das Rollmaterial im Rahmen der laufenden Flottenmodernisierungsstrategie der ÖBB, die auf eine Erhöhung der Betriebskapazität, die Verbesserung der Barrierefreiheit für Fahrgäste und die Verringerung der Umweltbelastung im regionalen Verkehr abzielt.
Die Doppelstockkonfiguration ermöglicht höhere Fahrgastzahlen, ohne zusätzliche Trassen auf stark ausgelasteten Bahnstrecken zu benötigen. Dieser Ansatz unterstützt eine höhere Nutzung des Schienenverkehrs bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der bestehenden Infrastrukturkapazität.
Der Einsatz spiegelt zudem umfassendere Investitionen in nachhaltige öffentliche Verkehrssysteme und Strategien zur Verkehrsverlagerung innerhalb des österreichischen Bahnsektors wider.
Betrieblicher Einsatz
Die Züge werden nach einer schrittweisen betrieblichen Einführung und Flottenintegration nach und nach im regionalen Ostnetz der ÖBB in Betrieb genommen.
Das Programm soll die wachsende Fahrgastnachfrage im Pendlerverkehr rund um Wien und Niederösterreich unterstützen und gleichzeitig die betriebliche Flexibilität sowie die Taktfrequenz auf Regionalstrecken verbessern.
Bearbeitet von Natania Lyngdoh, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
www.stadlerrail.com
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