Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil

eisenbahn-international.com

Drucksensoren für zuverlässige Hochgeschwindigkeitszüge

Trafag unterstützt Bahn-OEMs mit vibrationsresistenten Drucksensoren für Brems- und Pantografensysteme und verbessert damit Langzeitstabilität sowie Wartungsintervalle.

  www.trafag.com
Drucksensoren für zuverlässige Hochgeschwindigkeitszüge

Hersteller von Schienenfahrzeugen entwickeln ihre Systeme unter zunehmend anspruchsvollen Bedingungen: steigende Fahrgeschwindigkeiten, höhere Automatisierungsgrade, kompaktere Fahrzeugkonstruktionen und strengere Sicherheitsanforderungen. Druckmessungen spielen dabei eine zentrale Rolle in sicherheitsrelevanten Teilsystemen wie Bremsanlagen, pneumatischen Federungen, Türantrieben, Pantografen sowie in der Überwachung von Antriebssystemen. Um zuverlässige Messwerte unter diesen Bedingungen zu gewährleisten, setzen OEMs zunehmend auf speziell entwickelte Drucksensoren, die auf hohe mechanische Belastungen und langfristige Stabilität ausgelegt sind.

Auslegung für vibrationsintensive Umgebungen
Schienenfahrzeuge setzen Sensorik kontinuierlichen Vibrationen, Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und elektromagnetischen Einflüssen aus. Besonders Komponenten, die an Drehgestellen, Achsen oder Bremsanlagen montiert sind, müssen die Anforderungen der Kategorie 3 gemäß EN 61373:2010 erfüllen.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, hat Trafag Drucktransmitter und Druckschalter entwickelt, bei denen die empfindliche Elektronik mechanisch von Druckanschluss und Steckverbindung entkoppelt ist. Dieses Konstruktionsprinzip reduziert mechanische Belastungen auf Lötstellen, Leiterplatten und Sensorelemente.

Zusätzlich wurde die interne Anordnung von Leiterplatten und Bauteilmassen so optimiert, dass Eigenresonanzen außerhalb der im Bahnbetrieb auftretenden Frequenzbereiche liegen. Die Minimierung von Mikrobewegungen trägt dazu bei, Signaldrift und Messabweichungen langfristig zu reduzieren. Bei bestimmten Modellen wird dadurch eine Messgenauigkeit von bis zu ±0,15 % vom Endwert (Full Scale) erreicht.

Anwendungen in Brems- und Pantografensystemen
Bremsanlagen gehören zu den anspruchsvollsten Einsatzbereichen für Drucksensoren im Schienenverkehr. Moderne hydraulische Bremsarchitekturen erfordern Sensoren, die schnelle Druckänderungen über den gesamten Messbereich innerhalb von Sekundenbruchteilen erfassen können. Gleichzeitig müssen sie ihre Schaltgenauigkeit auch unter starken Vibrationen beibehalten.

Diese Anforderungen sind besonders relevant in Hochgeschwindigkeitszügen mit Geschwindigkeiten über 200 mph sowie in Zahnradbahnen in alpinen Regionen, in denen zusätzliche mechanische Belastungen auftreten.

Pantografensysteme stellen weitere Herausforderungen dar. Die Sensorik ist hier kontinuierlicher Bewegung, Witterungseinflüssen und elektrischen Störungen ausgesetzt. OEMs benötigen daher kompakte, robuste und kontaminationsresistente Sensorlösungen. Häufig werden zudem applikationsspezifische Anpassungen verlangt, etwa robuste Steckverbinder gemäß Bahnbrandschutzanforderungen, spezielle Belüftungskonzepte zur Kondensationskontrolle oder elektronische Schnittstellen, die mit bestehenden Fahrzeugsteuerungen kompatibel sind.

Unterstützung vorausschauender Wartung
Neben analogen Schnittstellen gewinnen digitale Kommunikationsprotokolle zunehmend an Bedeutung. Schnittstellen wie CANopen ermöglichen die Übertragung von Messdaten zusammen mit Diagnoseinformationen, beispielsweise zur internen Sensortemperatur.

Diese Daten können in zustandsbasierte Wartungskonzepte integriert werden. Betreiber können so von zeitbasierten Wartungsintervallen zu zustandsorientierten Strategien wechseln. Frühzeitig erkannte Drift oder Bauteilalterung reduzieren ungeplante Ausfälle und erleichtern die Ersatzteilplanung.

Die Einhaltung der Norm EN 50155 stellt sicher, dass auch digital vernetzte Sensoren den gleichen Umwelt- und Betriebsanforderungen standhalten wie klassische analoge Systeme.

Langzeitstabilität als wirtschaftlicher Faktor
Für Betreiber von Schienenfahrzeugen ist die langfristige Stabilität von Messsignalen entscheidend. Messdrift führt zu häufigeren Kalibrierungen, Austausch von Komponenten und möglichen Betriebsunterbrechungen.

Zur Minimierung dieser Risiken setzt Trafag auf ein Dünnschicht-auf-Stahl-Sensordesign, bei dem das Sensorelement direkt auf einem metallischen Substrat integriert ist. Diese Bauweise reduziert mechanische Spannungen und thermische Materialunterschiede, wodurch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung und Umwelteinflüssen steigt.

Eine geringe Langzeitdrift ermöglicht längere Wartungsintervalle und reduziert den Austausch von Sensoren. In sicherheitskritischen Anwendungen wie Bremsanlagen trägt diese Stabilität direkt zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen und zur Betriebssicherheit bei.

Sensorik als Schlüsseltechnologie moderner Bahnsysteme
Mit steigenden Geschwindigkeiten, zunehmender Digitalisierung und strengeren Sicherheitsstandards wird die Leistungsfähigkeit von Sensorsystemen zu einem entscheidenden Faktor für die Zuverlässigkeit moderner Bahntechnik.

Bahnbetreiber und OEMs legen daher verstärkt Wert auf vibrationsresistente Konstruktionen, langfristig stabile Messwerte und digitale Schnittstellen. Die Entwicklung mechanisch optimierter und digital integrierbarer Drucksensoren zeigt, wie sich technische Robustheit, Normenkonformität und wirtschaftliche Lebenszykluskosten in der nächsten Generation von Schienenfahrzeugen miteinander verbinden lassen.

www.trafag.com

  Fordern Sie weitere Informationen an…

LinkedIn
Pinterest

Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil