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'25
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Energiesparende Bergbahnzüge für steile Zahnradstrecken
Stadler erweiterte die Flotte der Rigi Bahnen um vier maßgefertigte Zahnradzüge für energieeffizienten Betrieb auf steilen Alpenrouten.
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Bahnunternehmen auf stark geneigten Strecken benötigen Fahrzeuge, die zuverlässige Traktion, Energierückgewinnung und Fahrgastkomfort unter anspruchsvollen topografischen Bedingungen vereinen. Vor diesem Hintergrund erweiterten die Rigi Bahnen ihre Flotte um vier zusätzliche Zahnradzüge von Stadler, nachdem der Vertrag 2025 in Vitznau unterzeichnet worden war. Mit dieser Bestellung wurde die Erneuerung des rollenden Materials auf beiden historischen Bergrouten zwischen Vitznau–Rigi Kulm und Goldau–Rigi Kulm abgeschlossen.
Fahrzeugdesign für den Steilhangbetrieb ausgelegt
Die neuen zweiteiligen Fahrzeuge wurden im Stadler-Werk in Bussnang gefertigt und für die charakteristischen Steigungen am Berg Rigi konstruiert. Jeder 34,8 Meter lange Zug bot 150 Sitzplätze und Platz für insgesamt 253 Fahrgäste. Für mehr Komfort auf langen Anstiegen waren die Sitze leicht nach hinten geneigt, um die Hanglage auszugleichen. Großzügige absenkbare Fenster sowie zusätzliche frontseitige Oberlichter verbesserten die Sicht – ein Vorteil auf panoramareichen Bergstrecken, auf denen die Aussicht ein wesentlicher Teil des Reiseerlebnisses ist.
Die Innenraumgestaltung unterstützte einen hindernisfreien Einstieg und erleichterte das Boarding für Personen mit eingeschränkter Mobilität, Familien mit Kinderwagen sowie Wintersportler. Integrierte Ski- und Schlittenhalterungen mit Entwässerungssystemen ermöglichten eine effiziente Handhabung von nasser Ausrüstung, besonders relevant an hochgelegenen Stationen und auf touristisch geprägten Jahresrouten.
Antriebssystem für Traktion und Energieeffizienz konstruiert
Ein wesentlicher technischer Unterschied zu früheren Fahrzeuggenerationen der Rigi Bahnen betraf den Antrieb und das Energiesystem. Jeder Zug nutzte vier angetriebene Zahnradautachsen, die die notwendige Haftung und Bremskontrolle auf steilen Abschnitten sicherten und somit einen stabilen Betrieb bei unterschiedlichen Wetterbedingungen ermöglichten. Diese Konfiguration ist entscheidend für Strecken, auf denen herkömmliche Adhäsionsbahnen nicht ausreichen würden.
Eine weitere Neuerung betraf den Energieeinsatz. Während die Bremsenergie bergab auf der Strecke Goldau–Rigi Kulm bislang in Wärme umgewandelt wurde, verfügten die neuen Fahrzeuge über ein regeneratives Bremssystem, das überschüssige Energie in das eigene Netz zurückspeiste. Bergwärts fahrende Züge konnten diese gewonnene Energie nutzen. Für Bahnsysteme auf Bergstrecken bedeutete dies eine messbare Verbesserung der Energieeffizienz und einen Beitrag zu nachhaltiger Verkehrsinfrastruktur.
Einsatzbereiche und betriebliche Vorteile
Da die Fahrzeuge speziell für Zahnradbahnen entwickelt wurden, eigneten sie sich besonders für Strecken mit starken Steigungen, wechselnden Wetterbedingungen und hohem touristischem Fahrgastaufkommen. Wichtige betriebliche Vorteile waren:
- Konstante Traktion auf Steilstrecken dank angetriebener Zahnradautachsen
- Reduzierter Energieverbrauch durch regenerative Bremstechnik und internen Energieaustausch
- Verbesserte Zugänglichkeit für eine breite Nutzergruppe, einschließlich Wintersportreisender
- Erweitertes Fahrerlebnis durch sitzneigenden Komfort und Panoramaverglasung
Diese Eigenschaften machten die Züge geeignet für hochgelegene Personenbeförderung, touristische Bergstrecken und ganzjährigen Betrieb, bei dem Zuverlässigkeit und Komfort gleichermaßen gefragt sind.
Vergleichbare Lösungen am Markt
Zahnradbahntechnik bleibt ein spezialisiertes Segment des alpinen Bahnverkehrs. Vergleichbare Fahrzeuge sind etwa die Panoramazahnradzüge für die Gornergratbahn oder moderne Einheiten für die Pilatusbahn in der Schweiz. Diese Systeme setzen ebenfalls auf optimierte Traktionskontrolle, mögliche Energierückgewinnung und auf touristische Routen abgestimmte Fahrgastkapazitäten. Direkte Vergleiche sind jedoch begrenzt, da Hersteller ihre Fahrzeuge jeweils auf spezifische Steigungsprofile, Zahnstangenstandards und Netzspannungen auslegen.
www.stadlerrail.com
Vergleichbare Lösungen am Markt
Zahnradbahntechnik bleibt ein spezialisiertes Segment des alpinen Bahnverkehrs. Vergleichbare Fahrzeuge sind etwa die Panoramazahnradzüge für die Gornergratbahn oder moderne Einheiten für die Pilatusbahn in der Schweiz. Diese Systeme setzen ebenfalls auf optimierte Traktionskontrolle, mögliche Energierückgewinnung und auf touristische Routen abgestimmte Fahrgastkapazitäten. Direkte Vergleiche sind jedoch begrenzt, da Hersteller ihre Fahrzeuge jeweils auf spezifische Steigungsprofile, Zahnstangenstandards und Netzspannungen auslegen.
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