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02
'24
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STADLER, ERFURTER BAHN UND THÜRINGEN TREIBEN DIE ENTWICKLUNG ZU EINER NACHHALTIGEN MOBILITÄT
Der auf der InnoTrans ausgestellte Prototyp des RS ZERO verfügt über einen lokal-emissionsfreien Wasserstoffantrieb und wurde entwickelt, um auf oberleitungsfreien Strecken eingesetzt werden zu können.
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Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler hat einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität gemacht. Gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) sowie der Erfurter Bahn wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Einsatz des Wasserstoff-Prototyps RS ZERO in Thüringen im Rahmen eines Pilotprojekts vorsieht.
Ein Meilenstein für Thüringen und die Umwelt
Thüringen setzt ein starkes Zeichen für den Klimaschutz: Das Land plant, die Treibhausgasemissionen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bis Mitte des kommenden Jahrzehnts erheblich zu reduzieren und derzeit eingesetzte Dieselfahrzeuge mittelfristig durch umweltfreundlichere Schienenfahrzeuge zu ersetzen. Der auf der InnoTrans ausgestellte Prototyp des RS ZERO verfügt über einen lokal-emissionsfreien Wasserstoffantrieb und wurde entwickelt, um auf oberleitungsfreien Strecken eingesetzt werden zu können. Damit hat das Fahrzeug das Potenzial, bestehende Dieselverkehre zu ersetzen und so wesentlich zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen im SPNV beizutragen. Deshalb unterstützt das TMIL die Erprobung des RS Zero Prototypen und wird die Projektergebnisse nutzen, um die aktuelle Strategie zur Erreichung eines weitestgehend emissionsfreien SPNV in Thüringen zu prüfen und weiterzuentwickeln.
Innovative Technologie für eine grünere Zukunft
Der RS ZERO wird zukünftig – so wie auf der InnoTrans vorgestellt – mit einem Wasserstoffantrieb oder als batterieelektrische Variante angeboten und liefert damit eine zukunftsweisende Lösung für den CO2-emissionsfreien Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken. Mit der Schaffung geeigneter Infrastrukturen – egal ob Wasserstoff-Tankstellen oder Ladeinseln – kann mit Blick auf das zu befahrende Schienennetz ein technisch optimiertes Fahrzeugkonzept angeboten werden. Dank seiner Leichtbauweise und einer Achslast von unter 18 Tonnen ist der RS ZERO ideal für Nebenstrecken mit geringer Fahrgastnachfrage geeignet und schafft damit die Möglichkeit für wirtschaftlich attraktive Verkehrsangebote auch abseits der Hauptstrecken.

Zukunftsweisendes Pilotprojekt
Anknüpfend an die heute unterzeichnete Absichtserklärung streben alle drei Partner den Abschluss einer Projektpartnerschaft in den nächsten Monaten an, in der die Details und die Voraussetzung für den Start des Pilotprojekts vereinbart werden. Im Rahmen des Pilotprojekts ist der Einsatz des Prototyps im Probebetrieb mit Fahrgästen voraussichtlich ab Mitte 2026 auf oberleitungsfreien Strecken in Thüringen geplant. Durch den Probebetrieb wird sichergestellt, dass der RS ZERO die Anforderungen der Fahrgäste und die betrieblichen, technischen sowie wirtschaftlichen Erwartungen der Eisenbahn-Verkehrsunternehmen erfüllt. Dafür geeignete SPNV-Linien werden in Zusammenarbeit der drei Partner ausgewählt. Der Betrieb wird je nach Einsatzort von der Erfurter Bahn oder der Süd-Thüringen-Bahn durchgeführt.
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