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Fallstudien

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Maschinelle Schienenbearbeitung für die Schmalspurbahn auf Wangerooge

Die Deutsche Bahn beauftragte Vossloh mit der Instandhaltung der Inselbahn Wangerooge, um die Schienenlebensdauer unter komplexen logistischen Bedingungen zu verlängern.

  www.vossloh.com
Maschinelle Schienenbearbeitung für die Schmalspurbahn auf Wangerooge

Die Inselbahn auf Wangerooge, betrieben von der Deutschen Bahn, verbindet den Hafen mit dem Inseldorf und übernimmt auf der autofreien Insel essenzielle Transportaufgaben für jährlich rund 200.000 Fahrgäste. Die rund fünf Jahrzehnte alten Schienen der 3,4 Kilometer langen Schmalspurstrecke wiesen starke Abnutzungserscheinungen auf. Die ehemals elektrisch verschweißten 15-Meter-Schienen verursachten im Laufe der Jahre zunehmende Geräuschemissionen beim Überfahren der Schweißstöße. Ziel der Maßnahme war es, die Infrastruktur für geplante Sanierungen von Sielbrücken zu ertüchtigen, den Fahrkomfort zu erhöhen und die Lebensdauer der Schienen zu verlängern. Zudem erforderten die Insellage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sowie die Tideabhängigkeit eine strikte zeitliche und logistische Begrenzung der Instandhaltungsmaßnahmen.

Kombination aus Frästruck und mobilem Bearbeitungssystem
Für diese anspruchsvolle Aufgabe wählte der Betreiber eine Kombination aus maschinellen Bearbeitungstechnologien von Vossloh. Das Kernstück bildete der SF02, ein hochmobiler Zweiwege-Frästruck, der auf Spurweiten von 1.000 bis 1.520 Millimetern flexibel einsetzbar ist und somit exakt für die 1.000-Millimeter-Spur der Inselbahn geeignet war. Die Maschine trägt gezielt Material ab und ermöglicht eine präzise Reprofilierung der Schienen, während ein integrierter Nachschliff für eine akustisch optimierte Oberflächenqualität sorgt. Für geometrisch komplexe und schwer zugängliche Bereiche, wie Weichenherzstücke oder das Sturmflut-Sperrtor, wurde ergänzend das hand- und spurgeführte System Flexis eingesetzt, da Großmaschinen dort konstruktionsbedingt an ihre Grenzen stoßen.


Maschinelle Schienenbearbeitung für die Schmalspurbahn auf Wangerooge

Logistische Umsetzung und Reduktion der Lärmemissionen
Die logistische Abwicklung erforderte eine präzise Planung, da der Transport der Maschinen per Lastenfähre tidenabhängig war. Um den Naturschutzvorgaben gerecht zu werden und den regulären Bahnbetrieb nicht zu stören, fanden die Arbeiten ausschließlich in der Nacht und außerhalb der Vogelbrutzeiten statt. Da die Insel autofrei ist, bewegten sich die Mitarbeiter von Vossloh mit E-Bikes zwischen Unterkunft und Baustelle. Der Frästruck war in drei Nachtschichten im Einsatz, während das Flexis-System in sechs weiteren Nächten die Spezialbereiche bearbeitete. Durch die maschinelle Bearbeitung wurden die störenden Geräuschemissionen der Schweißstöße nahezu vollständig eliminiert. Die Züge operieren seither wesentlich leiser, und die Schieneninfrastruktur ist nachhaltig saniert, was sich auch Jahre nach dem Einsatz durch einen optimalen Zustand der Strecke bestätigt.

Bearbeitet von Maria Brueva, Redakteurin bei Induportals – angepasst durch KI.

www.vossloh.com

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