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Siemens und Rostocker Straßenbahn AG starten Probebetrieb von Signaling X
Moderne Sicherheitsplattform und Standardhardware schaffen Grundlage für effiziente, zentralisierte Wartung und eine zukunftsfähige Digitalisierung.
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Siemens Mobility setzt gemeinsam mit der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) neue Maßstäbe für die Zukunft der Bahnsignaltechnik. Im Rahmen eines wegweisenden Pilotprojekts wird die innovative Plattform Signaling X erstmals im deutschen Nahverkehr erprobt. Für die Tunnelstrecke unter dem Rostocker Hauptbahnhof der Tram-Linien 2, 3, 5 und 6 wurde ein softwaredefiniertes Stellwerk auf Basis unserer Sicherheitsplattform DS3 und Standard-IT-Hardware realisiert.
Das Projekt steht exemplarisch für den Wandel von proprietären Hardwarelösungen hin zu einem softwarebasierten System. Dadurch lassen sich bestehende Infrastrukturen einfacher, flexibler und effizienter modernisieren. Dieser Ansatz ist die technologische Grundlage für die nächste Generation digitaler Stellwerke. Nach erfolgreichen Tests im Singapore Rail Test Center im vergangenen Herbst markiert dieses Projekt einen nächsten wichtigen Meilenstein – die Erprobung im realen Betriebsumfeld.
Signaling X als Technologiebasis für die nächste Generation der Bahnsignaltechnik
Signaling X bildet die technologische Basis für die digitale Transformation der Bahninfrastruktur bei Siemens Mobility. Der Kern der Architektur liegt in der konsequenten Entkopplung von Software und Hardware: Sicherheitskritische Stellwerkslogik wird von bisher notwendigen, proprietären Spezialkomponenten gelöst und stattdessen auf leistungsfähiger Standard-IT (Commercial Off-The-Shelf, kurz COTS) betrieben.
Dieser Paradigmenwechsel ermöglicht es Betreibern, ihre Infrastruktur unabhängig von spezifischen Hardware-Lebenszyklen zu modernisieren und zu skalieren. Die Wartung wird vereinfacht und das Ersatzteilmanagement durch den Rückgriff auf weltweit verfügbare IT-Standards effizienter gestaltet. Technisches Fundament ist die 2020 eingeführte Sicherheitsplattform DS3 (Distributed Smart Safe System). Sie schafft eine hochverfügbare, redundante Umgebung, in der sicherheitskritische Anwendungen die höchsten Anforderungen gemäß CENELEC SIL 4 auf Standard-Servern erfüllen. Der Einsatz in Rostock demonstriert nun erstmals die praktische Umsetzung dieser zukunftsweisenden Architektur in einer komplexen urbanen Betriebsumgebung. Dies umfasst auch die Sicherstellung höchster Cybersicherheitsanforderungen im Betrieb von kritischer Infrastruktur.
Herausgegeben von Romila DSilva, Redakteurin bei Induportals.
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