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Batterielokomotive erweitert Dual-Mode-Schienenbetrieb
Siemens Mobility liefert an Akiem neue Vectron-Lokomotiven mit Batterieantrieb zur flexiblen Nutzung elektrifizierter und nicht elektrifizierter Strecken.
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Siemens Mobility und Akiem haben eine Rahmenvereinbarung über bis zu 80 Vectron-Lokomotiven geschlossen, darunter erstmals eine batteriegestützte Dual-Mode-Variante. Die Lokomotiven kombinieren Betrieb unter Oberleitung mit batterieelektrischem Fahren und adressieren damit Anforderungen im Schienengüterverkehr auf teilweise elektrifizierten Strecken.
Rahmenvertrag und Einsatzkontext
Die Vereinbarung umfasst eine Festbestellung von 50 Lokomotiven sowie eine Option auf weitere 30 Einheiten. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist für 2029/2030 vorgesehen. Akiem wird die Lokomotiven im Leasingmodell bereitstellen, was Betreibern einen flexiblen Zugang zu neuer Traktionstechnologie ermöglicht.
Mit einem bestehenden Bestand von 120 Vectron- und Dual-Mode-Lokomotiven seit 2021 baut Akiem seine Flotte weiter aus. Der Fokus liegt auf interoperablen Lokomotiven, die grenzüberschreitend eingesetzt werden können und sich in bestehende Betriebsstrukturen integrieren lassen.
Technische Weiterentwicklung der Dual-Mode-Plattform
Der neue Vectron Dual Mode Electric/Battery basiert auf der bestehenden Dual-Mode-Plattform, ersetzt jedoch den Dieselmotor durch ein modulares Traktionsbatteriesystem. Dadurch entfällt der Einsatz fossiler Kraftstoffe auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten.
Die Lokomotive ist für flexible Batteriekonfigurationen von über 2 MWh ausgelegt. Sie erreicht eine Leistung von bis zu 2.400 kW an den Rädern sowohl im Batteriebetrieb als auch unter Wechselstrom-Oberleitung. Weitere technische Parameter umfassen eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h, eine Zugkraft von bis zu 300 kN sowie ein Gesamtgewicht von rund 90 Tonnen. Die integrierte Zugenergieversorgung ist mit 480 kVA spezifiziert.
Betrieb auf teil-elektrifizierten Netzen
Ein zentraler Anwendungsfall ist der Einsatz auf Strecken mit lückenhafter Elektrifizierung. Hier können Lokomotiven unter Oberleitung fahren und in nicht elektrifizierten Abschnitten nahtlos in den Batteriebetrieb wechseln. Dies reduziert den Bedarf an Lokwechseln und ermöglicht durchgängige Transportketten.
Im Vergleich zu klassischen dieselbasierten Dual-Mode-Lösungen entfallen lokale Emissionen im nicht elektrifizierten Betrieb. Gleichzeitig bleibt die betriebliche Flexibilität erhalten, insbesondere für Güterverkehre mit variierenden Streckenprofilen.
Beitrag zur Dekarbonisierung des Schienenverkehrs
Die Entwicklung batterieelektrischer Antriebskonzepte ist Teil einer breiteren Strategie zur Reduktion von CO₂-Emissionen im Bahnsektor. Neben der Vectron-Plattform umfasst das Portfolio von Siemens Mobility auch batterie- und wasserstoffbasierte Triebzüge für den Regionalverkehr.
Durch die Kombination aus elektrischer Traktion und Energiespeicherung bieten solche Systeme eine Alternative für Strecken, bei denen eine vollständige Elektrifizierung wirtschaftlich oder infrastrukturell nicht kurzfristig umsetzbar ist. Damit unterstützen sie den Übergang zu einer emissionsärmeren und energieeffizienten Schienenmobilität.
Bearbeitet von Romila DSilva, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
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