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ZF-Antriebssysteme für Hamburgs neue U-Bahnlinie U5
ZF liefert Stirnradgetriebe für Alstom-U-Bahnen der Hamburger Hochbahn und unterstützt damit Deutschlands größtes U-Bahnprojekt.
www.zf.com

Für den Ausbau der Hamburger U-Bahnflotte und den Betrieb der neuen Linie U5 liefert ZF neu entwickelte Antriebssysteme für Schienenfahrzeuge. Die Hamburger Hochbahn hat beim Hersteller Alstom insgesamt 374 Fahrzeuge der neuen Generation DT6 bestellt. Diese werden mit einem zweistufigen Stirnradgetriebe von ZF ausgerüstet. Über den gesamten Projektzeitraum umfasst der Auftrag bis zu 2.992 Getriebeeinheiten.
Großprojekt für automatisierten U-Bahnverkehr
Die neue U-Bahnlinie U5 gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte im deutschen öffentlichen Nahverkehr. Die Strecke umfasst rund 29 Kilometer mit 24 Haltestellen und soll vollständig automatisiert betrieben werden. Der geplante Betrieb sieht fahrerlose Züge mit einer Taktung von etwa 90 Sekunden vor. Schätzungen zufolge könnten täglich rund 315.000 Fahrgäste die Linie nutzen.
Für diese Anforderungen bestellt die Hamburger Hochbahn eine neue Fahrzeugplattform. Die Elektrotriebwagen des Typs DT6 werden sowohl auf der neuen Linie U5 eingesetzt als auch schrittweise ältere Fahrzeuge im bestehenden Netz ersetzen.
Zweistufiges Stirnradgetriebe für den DT6
ZF entwickelte das Getriebe speziell für die Anforderungen der neuen U-Bahnfahrzeuge. Das zweistufige Stirnradgetriebe ist für eine maximale Achslast von 10.000 kg ausgelegt und verarbeitet eine Motorleistung von 95 kW sowie ein Motordrehmoment von 378 Nm bei 2.400 U/min.
Ein Schwerpunkt der Entwicklung lag auf dem Geräuschverhalten. Optimierungen an der Gehäusekontur und der Verzahnung reduzieren die Geräuschentwicklung im Betrieb. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, wodurch das Gewicht des Systems auf etwa 210 kg (trocken) begrenzt wird.
Neben dem akustischen Verhalten wurde auch der Wartungsaufwand berücksichtigt. Das Getriebe benötigt im Vergleich zu vergleichbaren Systemen weniger Öl, wodurch sowohl Ressourcenverbrauch als auch Wartungskosten reduziert werden. Eine definierte Trennebene erleichtert zudem die Demontage des Getriebes von der Radsatzwelle. Dadurch lassen sich Räder einfacher überholen und Standzeiten der Fahrzeuge verkürzen.

Serienfertigung über mehrere Projektphasen
ZF fertigt die Getriebe am Standort Friedrichshafen und liefert sie an Alstom, wo sie in die DT6-Fahrzeuge integriert werden. Im ersten Abruf produziert ZF 384 Getriebe für 48 Fahrzeuge. Das erste Testgetriebe soll Ende 2026 ausgeliefert werden, während die Serienproduktion ab dem ersten Quartal 2027 beginnt.
Nach der initialen Lieferung sind jährliche Folgeabrufe von rund 20 weiteren Fahrzeugen vorgesehen. Über die gesamte Projektlaufzeit von etwa 15 Jahren – entsprechend der geplanten Bauzeit der U5-Strecke – wird ZF insgesamt bis zu 2.992 Getriebe produzieren.
Langjährige Zusammenarbeit im Bahnsektor
Das Projekt setzt die langjährige Zusammenarbeit zwischen ZF, Alstom und der Stadt Hamburg fort. Seit mehreren Jahrzehnten arbeiten die Unternehmen bei der Entwicklung und Lieferung von Antriebssystemen für den öffentlichen Schienenverkehr zusammen. Mit dem neuen Stirnradgetriebe für die DT6-Fahrzeuge wird diese Partnerschaft im Rahmen eines der größten aktuellen U-Bahnprojekte Deutschlands fortgeführt.
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