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Siemens Mobility Vectron Dual Mode erhält Zulassung für Deutschland und Österreich
Die Dual-Mode-Lokomotive von Siemens Mobility ist nun grenzüberschreitend mit ETCS zugelassen und ermöglicht durch elektrischen und dieselbasierten Betrieb effiziente Verkehre auf teil-elektrifizierten Strecken in Deutschland und Österreich.
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Die Vectron Dual Mode Lokomotive von Siemens Mobility hat die Zulassung für den grenzüberschreitenden Betrieb zwischen Deutschland und Österreich erhalten. Nach Deutschland ist Österreich damit das zweite Land, das diese Lokomotivvariante freigibt und den Einsatz im internationalen Verkehr ermöglicht.
Die ersten für beide Länder zugelassenen Lokomotiven wurden an den österreichischen Bahnoperator Stern & Hafferl Verkehr übergeben. Gefertigt werden die Fahrzeuge im Siemens-Mobility-Werk München-Allach. Ausgestattet sind sie mit der modularen On-Board-Einheit Trainguard Basic, die das European Train Control System (ETCS) in der Version Baseline 3.6 implementiert.
Dual-Mode-Konzept für gemischte Infrastrukturen
Die Vectron Dual Mode ist für den Betrieb sowohl unter Oberleitung als auch auf nicht elektrifizierten Strecken konzipiert. Während unter Fahrdraht lokal emissionsfrei elektrisch gefahren wird, ermöglicht der integrierte Dieselantrieb den durchgehenden Betrieb auf nicht elektrifizierten Abschnitten, ohne zeitaufwändige Lokwechsel.
Dieses Konzept ist insbesondere für Netze mit teilweiser Elektrifizierung relevant, da Übergänge zwischen unterschiedlichen Traktionsarten ohne betriebliche Unterbrechungen erfolgen können. Dadurch lassen sich Umlaufzeiten verkürzen und die Betriebseffizienz erhöhen.
ETCS für interoperablen grenzüberschreitenden Verkehr
Mit der Ausstattung nach ETCS Baseline 3.6 erfüllt die Lokomotive die europäischen Anforderungen an Interoperabilität und Zugsicherung. Das standardisierte Zugsicherungssystem unterstützt einen sicheren und durchgängigen Betrieb über Ländergrenzen hinweg und reduziert den Bedarf an nationalen Sonderlösungen.
Die erteilte Zulassung bestätigt, dass Fahrzeugtechnik, Signalintegration und Sicherheitsfunktionen den regulatorischen Anforderungen in beiden Ländern entsprechen.
Technische Auslegung
Die Vectron Dual Mode basiert auf der bewährten Vectron-Plattform und ist für die Regelspurweite von 1.435 mm ausgelegt. Das Dienstgewicht beträgt 90 Tonnen. Die Lokomotive ist für 15-kV-AC-Stromsysteme konzipiert; eine Variante für den Betrieb unter 15 kV und 25 kV AC ist ebenfalls verfügbar.
Die maximale Leistung am Rad beträgt bis zu 2.400 kW im elektrischen Betrieb und bis zu 2.000 kW im Dieselbetrieb. Der Dieseltank fasst 2.600 Liter, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Eine Zugsammelschiene zur Versorgung von Wagen oder Nebenaggregaten ist vorhanden.
Betriebliche und ökologische Bedeutung
Für Betreiber wie Stern & Hafferl Verkehr eröffnet die Doppelzulassung neue Möglichkeiten für durchgängige Verkehre über nationale Grenzen hinweg. Gleichzeitig unterstützt der elektrische Betrieb auf entsprechend ausgerüsteten Strecken die Reduzierung von Emissionen, insbesondere in urbanen und dicht besiedelten Regionen.
Die Zulassung der Vectron Dual Mode für den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und Österreich unterstreicht die wachsende Bedeutung flexibler, interoperabler Lokomotiven für den europäischen Güter- und Personenverkehr.
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