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Inbetriebnahme der neuen Rauchmühlbrücke nach erfolgreichem Belastungstest

ÖBB haben mit einem statischen Belastungstest den Abschluss der Bauarbeiten an der neuen Rauchmühlbrücke eingeleitet und damit einen zentralen Schritt im Modernisierungsprozess der Weststrecke umgesetzt.

  www.oebb.at
Inbetriebnahme der neuen Rauchmühlbrücke nach erfolgreichem Belastungstest

Mit der erfolgreichen Durchführung eines kontrollierten Belastungstests haben die ÖBB die technische Abnahme der neuen Rauchmühlbrücke vorbereitet. Ab dem 30. Jänner um 05:00 Uhr wird der Zugverkehr zwischen Hall in Tirol und Innsbruck Hauptbahnhof wieder vollständig aufgenommen.

Kontext des Infrastrukturprojekts
Die Rauchmühlbrücke liegt auf einem hochfrequentierten Abschnitt der Weststrecke und ist sowohl für den Fern- als auch für den Nahverkehr von zentraler Bedeutung. Das bestehende Tragwerk hatte nach mehr als 60 Jahren seine technische Lebensdauer erreicht, wodurch ein vollständiger Ersatz erforderlich wurde. Ziel des Neubaus war es, die langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten und die Infrastruktur an aktuelle statische und betriebliche Anforderungen anzupassen.

Technische Abnahme und Belastungstest
Im Rahmen der Abnahme wurden zwei Güterzuglokomotiven des Typs „Herkules“ mit einem Gesamtgewicht von über 160 Tonnen gezielt auf dem neuen Tragwerk positioniert. Unter vermessungstechnischer Überwachung wurden Verformungen und Setzungen millimetergenau analysiert, um die Einhaltung der geplanten statischen Kennwerte zu bestätigen.

Der Test bestätigte die Tragfähigkeit der Konstruktion für den zukünftigen Regelbetrieb. Damit sind die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des planmäßigen Zugverkehrs geschaffen.

Bauablauf und Umsetzung
Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr mit der Herstellung des neuen Betontragwerks in unmittelbarer Nähe der Hallerstraße. Das neue Brückenelement misst rund 29 Meter in der Länge und mehr als 11 Meter in der Breite. Anfang Jänner folgte die intensive Bauphase, die eine vollständige Sperre der Strecke zwischen Rum und Innsbruck Hauptbahnhof erforderte.

In diesem Zeitraum wurde die bestehende Stahlbrücke rückgebaut und das neue Tragwerk in einer technisch anspruchsvollen Einhub- und Einschubmaßnahme eingesetzt. Die Arbeiten wurden über einen Zeitraum von rund drei Wochen im durchgehenden Schichtbetrieb durchgeführt.

Verkehrsorganisation während der Sperre
Zur Aufrechterhaltung der Mobilität richteten die ÖBB einen umfangreichen Schienenersatzverkehr ein. Zwischen Jenbach, Hall in Tirol und Innsbruck Hauptbahnhof kamen zu Spitzenzeiten bis zu 90 Busse gleichzeitig zum Einsatz. Insgesamt wurden rund 302.000 Kilometer im Ersatzverkehr zurückgelegt.

Zusätzlich wurden Railjet-Verbindungen sowie ausgewählte Regionalzüge über den Umfahrungstunnel Innsbruck geführt, um die Auswirkungen auf den Fernverkehr zu minimieren.

Operativer Nutzen und Ausblick
Mit der neuen Betonbrücke erwarten die ÖBB eine höhere Laufruhe der Züge, eine deutlich verlängerte Lebensdauer des Bauwerks sowie eine erhöhte Robustheit gegenüber zukünftigen Verkehrsbelastungen. Das Projekt leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Leistungsfähigkeit der Weststrecke.

Kennzahlen zum Projekt
  • 160 Tonnen Prüflast beim Belastungstest
  • 23 Tage Streckensperre
  • Bis zu 90 Busse im Schienenersatzverkehr
  • 302.000 Kilometer Verkehrsleistung im Ersatzverkehr
  • 1.400 Tonnen Gesamtgewicht des neuen Tragwerks (inkl. Hilfskonstruktion)
  • 325 m² Brückenfläche (29 × 11,25 m)

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