eisenbahn-international.com
20
'26
Written on Modified on
ÖBB investieren in zukunftssichere Schieneninfrastruktur auf der Flughafenschnellbahn
Mit einer Ausstattung auf dem neuesten Stand der Technik stellen die ÖBB die Weichen für einen reibungslosen und pünktlichen Zugverkehr in der Zukunft.
www.oebb.at

Die bestehende Oberleitungsanlage wurde vor vielen Jahrzehnten errichtet und wird nun an den heutigen Stand der Technik angepasst. Durch den Einsatz korrosionsarmer Materialien und optimierter Leiterquerschnitte sollen die Pünktlichkeit sichergestellt und technische Störungen präventiv verhindert werden. Das Projekt umfasst die Errichtung von insgesamt 7,9 Kilometern neuer Oberleitung sowie 14,1 Kilometern an Spitzenleitungen, zu denen Verstärkungs-, Umgehungs- und Rückleitungen zählen. Zudem werden entlang der Bahnstrecke von Regelsbrunn bis Petronell-Carnuntum rund 110 neue Oberleitungsmasten sowie 30 weitere direkt im Bahnhof Maria Ellend aufgestellt.
Die neu integrierten Umgehungsleitungen bieten einen entscheidenden Vorteil für die Ausfallsicherheit. Sollte eine Störung im Bahnhofsbereich auftreten und die Oberleitung unterbrochen sein, werden die davor- und dahinterliegenden Streckenabschnitte weiterhin lückenlos mit Strom versorgt.
Erneuerung der Oberleitung – Ablauf in mehreren Phasen
Um die Arbeiten effizient umzusetzen, erfolgt das Projekt in mehreren strukturierten Etappen. Bereits im Februar 2026 wurde die erste Intensivbauphase zur Errichtung der neuen Oberleitung auf der S7 abgeschlossen. In dieser Zeit fanden grundlegende Fundierungsarbeiten statt und die ersten neuen Masten wurden aufgestellt. Diese Arbeiten wurden bis Juni kontinuierlich fortgesetzt.
Verbunden mit einer Streckensperre vom 4. Juli (02:00 Uhr) bis zum 7. September (04:30 Uhr) wird der Abschnitt zwischen Fischamend und Wolfsthal gesperrt. In dieser Phase erfolgen der Abtrag der Bestandsanlage sowie die finale Montage der neuen Oberleitung inklusive der Spitzenleitungen. Parallel dazu werden die verbliebenen alten Oberleitungsmasten demontiert.
Modernisierung Bahnhof Maria Ellend
Die notwendige Streckensperre wird von den ÖBB optimal genutzt, um den Bahnhof Maria Ellend umfassend zu modernisieren und barrierefrei zu gestalten. Das alte Bahnhofsgebäude wird abgetragen und die Bahnsteige werden komplett neu errichtet sowie angehoben. Dadurch können Fahrgäste künftig ohne die Überwindung von Stufen in die Züge einsteigen.
Die gesamte Bahnsteigbeleuchtung sowie die Ausstattung, darunter Sitzgelegenheiten, Abfalleimer und moderne Kundeninformationssysteme, werden vollständig erneuert. Auf beiden Bahnsteigen entsteht zudem ein neuer, witterungsgeschützter Wartebereich. Ergänzend finden Gleisbauarbeiten in Regelsbrunn, Petronell-Carnuntum, Wildungsmauer und Maria Ellend statt.
ÖBB ersuchen um Verständnis
Die ÖBB sind stets bemüht, Staub- und Lärmentwicklungen für die Anrainer so gering wie möglich zu halten. Dennoch wird um Verständnis gebeten, dass diese Einschränkungen aufgrund der eingesetzten schweren Maschinen und der Art der Arbeiten nicht gänzlich vermieden werden können.
Rund um die Baustellen, insbesondere in der Kastaniengasse und Hofstraße in Maria Ellend, ist mit einem erhöhten Lkw-Verkehr zu rechnen. Um den straffen Bauablaufplan strikt einzuhalten, sind teilweise Nachtarbeiten zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr unumgänglich. Für die reibungslose Durchführung der Arbeiten in Maria Ellend ist zudem eine Teilsperre der dortigen Park&Ride-Anlage erforderlich.
Redaktion: Maria Brueva, Redakteurin bei Induportals – angepasst durch KI.
www.oebb.at
Fordern Sie weitere Informationen an…

