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Regionaler Mobilitätshub mit optimierter Bahnkapazität und Barrierefreiheit

ÖBB modernisierte den Bahnhof Fritzens-Wattens mit neuer Infrastruktur, verbesserter Erreichbarkeit und stabileren Betriebsabläufen zur Unterstützung regionaler Verkehrsnetze.

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Regionaler Mobilitätshub mit optimierter Bahnkapazität und Barrierefreiheit

Der neue Bahnhof Fritzens-Wattens verbessert Anwendungen im regionalen Personenverkehr, in der lokalen Erreichbarkeit und bei betrieblichen Anforderungen entlang der stark frequentierten Unterinntalstrecke. Die modernisierte Anlage beantwortet zentrale Fragen vieler Nutzer: Welche Funktionen bietet der Bahnhof, wie unterstützt er zuverlässige Fahrpläne und welche Vorteile ergeben sich für Pendlerinnen, Pendler und Betriebe?

Erneuerte Infrastruktur für mehr Kapazität und zuverlässige Betriebsführung
Mit dem Abschluss der Hauptarbeiten im Dezember 2025 ersetzte die ÖBB die veraltete Anlage durch einen zeitgemäßen Mobilitätsknoten. Zwei neue Inselbahnsteige, ein modernisiertes Busterminal, eine kombinierte Rad- und Fußgängerbrücke sowie ein neues Parkdeck bilden die Kernbausteine. Barrierefreie Zugänge, Aufzüge und ein taktiles Leitsystem erhöhen die Nutzerfreundlichkeit.

Alle Gleise wurden neu verlegt, um den betrieblichen Anforderungen im Vorfeld des Brenner-Basistunnels gerecht zu werden. Insgesamt entstanden mehr als fünf Kilometer neuer Gleisanlagen, darunter zwei 740 Meter lange Überholgleise. Diese Konfiguration ermöglicht schnellere Ein- und Ausfahrten und reduziert Konflikte zwischen Güter- und Regionalverkehr, was messbar zur Fahrplanstabilität beiträgt.

Für ansässige Unternehmen wurde ein neues Ladegleis gebaut, das effizientere Verladeprozesse ermöglicht und die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene unterstützt.

Betriebliches Umfeld und künftige REX-Halte
Der Bahnhof wird derzeit im Halbstundentakt durch die S-Bahn bedient. Aufgrund internationaler Umleitungsverkehre und hoher Streckenauslastung konnten Regionalexpresszüge seit 2023 nicht mehr halten. Die modernisierte Infrastruktur schafft jedoch neue betrieblich nutzbare Reserven. Unter diesen Voraussetzungen wurde geprüft, ob ein regulärer REX-Halt wieder möglich ist. Das Ergebnis ergab, dass bei stabilen Rahmenbedingungen ein stündlicher Halt zwischen Innsbruck und Kufstein ab Sommer 2027 realisierbar ist.

Bauen unter eingeschränkten Platzverhältnissen
Das Bauprojekt fand während des laufenden Bahnbetriebs und unter komplexen Standortbedingungen statt. Der Bahnhof liegt zwischen Inn, Landesstraße und Siedlungsflächen, wodurch die Arbeiten überwiegend entlang der bestehenden Gleisachsen erfolgen mussten.

Da sich der Tunnel der Neubaustrecke direkt unter dem Bahnhof befindet, wurde die neue Verbindungsbrücke als leichte Holzkonstruktion ausgeführt, um die Auflast auf das Tunnelbauwerk zu minimieren. Arbeiten mit gleisgebundenen Maschinen wurden überwiegend in die Nachtstunden verlegt, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Neue Stellflächen und verbesserte Erreichbarkeit
Das neu errichtete Parkdeck bietet 155 überdachte PKW-Stellplätze sowie 35 Abstellplätze für einspurige Fahrzeuge. Zusammen mit 160 Bike+Ride-Plätzen wurde die Erreichbarkeit für Pendler deutlich verbessert. Seit dem 15. Dezember 2025 gilt eine gebührenbasierte Bewirtschaftung zur Sicherstellung freier Kapazitäten für Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt schrankenlos über Kennzeichenerkennung, die Zahlung direkt am Terminal.

Straßenseitig sorgen eine optimierte Zufahrt und ein neuer Kreisverkehr für bessere Verkehrslenkung und sichere Umstiege zwischen Bahn, Bus und individueller Mobilität.

Regionale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Das Projekt wurde durch die Zusammenarbeit von Land Tirol, der Gemeinde Fritzens, der Marktgemeinde Wattens sowie weiterer Umlandgemeinden ermöglicht. Die modernisierte Infrastruktur stärkt die regionale Erreichbarkeit, unterstützt multimodale Wegeketten und verbessert sowohl die Mobilitätsqualität für Fahrgäste als auch die betriebliche Leistungsfähigkeit der Unterinntalstrecke.

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